30. März 2008

Morgen, Montag: Tseten Zöchbauer bei Red Buddha!

Wie wir soeben erfahren haben wird Frau Tseten Zöchbauer, die engagierte Vertreterin der in Österreich lebenden Tibeterinnen und Tibeter, am morgigen Red Buddha Plenum teilnehmen und uns die Situation in Tibet aus erster Hand schildern. Wir freuen uns auf einen interessanten Abend und eine spannende Diskussion und hoffen auf rege Teilnahme!

Das Plenum der Arbeitsgruppe Red Buddha findet

am Montag, 31. März 2008
um 19 Uhr
im Sitzungssaal der SPÖ Wien, I., Löwelstraße 18 (Gasseneingang links neben der Buchhandlung)

statt.

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18. März 2008

SPÖ zu Tibet

Hier die aktuellen Stellungnahmen aus der SPÖ zu den Ereignissen in Tibet und den westchinesischen Provinzen:


Schieder zu Unruhen in Chinas Westen: Gewaltfreie Lösung muss gefunden werden

Wien (SK) - "Alle Seiten müssen versuchen, wieder den Weg des Respekts und des Dialoges zu beschreiten und so wieder zu einer gewaltfreien Lösung zurück zu finden", erklärte der außenpolitische Sprecher und internationale Sekretär der SPÖ, Andreas Schieder, am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst zu den Unruhen in den westlichen Provinzen Chinas (Tibet, Gansu, Sichuan und Qinghai). Eine dauerhafte und nachhaltige Beruhigung der Unruhen sei durch Gewalt nicht zu erzielen. "Nur im Miteinander, im Respekt voreinander und der Akzeptanz des Ein-China-Prinzips, wird sich eine dauerhafte Lösung und Entspannung der Situation finden lassen."

Schieder brachte sein tiefes Bedauern über die bisherigen Todesopfer der Unruhen zum Ausdruck. "Die politische Führung der Volksrepublik wäre gut beraten, wenn sie auf Demonstrationen nicht mit überbordender Gewalt antwortet. Jede Regierung tut gut daran, die Sorgen und Anliegen ihrer Bürgerinnen und Bürger zu hören und ernst zu nehmen, egal welcher Minderheit oder religiösen Gruppe sie angehören."


Bayr: Fair Play und Fair Trade bei Olympia!
Olympische Spiele als wichtige Chance, Menschenrechte in den Mittelpunkt zu rücken

Wien (SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, ist erfreut, dass bei der aktuell tagenden Sportministerkonferenz seitens Österreich die Frage der Menschenrechte in China anlässlich der dort stattfindenden Olympischen Spiele angesprochen werden soll. "Es wäre für mich unvorstellbar, dass die Europäische Union nicht auf jeder politischen Ebenen danach drängt, mit dem Land, in dem im Sommer die Olympischen Spiele - das Symbol für Frieden und faires Miteinander - stattfinden, einen Dialog über die politische Lösung des Problems in Tibet zu führen."

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09. März 2008

Rede von BM Dr. Claudia Schmied bei der Jubiläumsfeier der ÖBR

Nachfolgend die komplette Rede von Kultusministerin Dr. Claudia Schmied (SPÖ) anläßlich der Feier zum 25. Jahrestag der staatlichen Anerkennung des Buddhismus in Österreich vom 23. Februar 2008 im O-Ton:

Grußworte zur Feier anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der staatlichen Anerkennung

Sehr geehrter Herr Präsident,
werte Mitglieder der Buddhistischen Religionsgesellschaft,

zu ihrem Jubiläum "25 Jahre staatliche Anerkennung in Österreich" gratuliere ich Ihnen herzlich. In meiner Funktion als Kultusministerin danke ich Ihnen für die von ihnen geleistete Arbeit - im Inneren, vor allem aber nach Aussen!

Österreich hat ein wohl einmaliges Modell des Zusammenwirkens der Kirchen und Religionsgesellschaften mit dem Staat.

Es ist kein Modell der Trennung nach dem Motto "Jeder macht was er will" sondern mehr eine Art Symbiose. Ein Zusammenwirken, bei dem das Ganze mehr ist als die Summe der Teile. Dies erfordert von allen Seiten neben Verständnis vor allem gegenseitigen Respekt, Achtung und Wertschätzung.

Die Aufgabe der staatlichen Kultusverwaltung hat sich im Laufe der vergangenen Jahre und Jahrzehnte stark verändert, ebenso wie sich das gesamte wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Umfeld verändert hat.

Wer hätte vor Jahren und Jahrzehnten an einen Fall des Eisernen Vorhangs, eine Wiedervereinigung Deutschlands, oder an China als weltweite Wirtschaftsmacht geglaubt.

Stand am Anfang der staatlichen Kultusverwaltung Mitte des 19. Jahrhunderts, eher die Freiheit der Religionen und die Wahrung des Religionsfriedens im Mittelpunkt, so ist heute die Qualitätssicherung und Wertsicherung in Form der staatlichen Anerkennung der Kirchen und Religionsgesellschaften, wesentlich hinzugetreten.

Gerade für ihre Gemeinschaft ist dieser Aspekt von Bedeutung, wenn dies auch bei der Anerkennung durch meinen Vorgänger, den späteren Bundeskanzler Dr. Fred Sinowatz, noch nicht in dem Umfang abzusehen war, wie dies heute der Fall ist.

In einem Bereich, der den Menschen in seinem Wesenskern, in der Auseinandersetzung mit den Sinnfragen des Lebens, berührt, ist die Sicherung entsprechender Rahmenbedingungen in einer sich ändernden Welt wesentlich.

Der Ausgleich des Menschen in sich selbst und der Frieden für den einzelnen - dies ist (nicht nur im Sinne der abendländischen Aufklärung, sondern auch im buddhistischen Selbstverständnis!) niemals nur egoistischer Selbstzweck oder Ausdruck individualisierter Spiritualität, auch wenn heutzutage die Bildungs-Angebote der Selbstverwirklichung ebenso wie der Esoterik dies vermuten lassen.

Die "Formung des Geistes", muss immer auch als Basis für ein friedliches Zusammenleben ALLER Lebewesen bezeichnet werden.

So gesehen wird die geistige und spirituelle Weiterentwicklung jedes Einzelnen zur Grundlage der gesellschaftlichen Entwicklung "im Kleinen" - zu jenem Keim, aus dem erst eine Entwicklung "zum Wohle aller Lebewesen" entstehen kann.

Fortschrittliche Politik hat nicht nur die Gestaltung der wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen, also der materiellen Basis einer Gesellschaft im Focus. Fortschrittliche Politik hat die individuelle Entfaltung jedes Menschen zu ermöglichen.

Dabei gilt es, die Entwicklung jedes Individuums in einem größeren gesellschaftlichen Kontext zu sehen und gleichzeitig gilt es, diesen größeren Rahmen wieder als wesentliche Determinante der Entwicklungsbedingungen jedes Einzelnen zu erkennen. Es geht um eine Sichtweise, die als "ganzheitlich", "systemisch", "dialektisch", "vernetzt" oder "ACHTSAM" bezeichnet werden kann.

Ganzheitliches Denken ist gefragt, das nicht einfachen Schwarz-Weiss-Erklärungen und dualistischen Erklärungsmustern folgt, sondern komplexe Problemstellungen als Lernchancen begreift, die es mit vernetzten, interdisziplinären und unkonventionellen Herangehensweisen zu ergreifen gilt.

Vielleicht ist dies auch eine von jenen vielen Schnittflächen, wo sich der "buddhistische Übungsweg" und eine zeitgemäße Pädagogik und Bildungspolitik respektvoll und fruchtbar begegnen können und sollen.

Sie leisten durch ihre Arbeit und durch ihr Eintreten für den Ausgleich des Menschen in sich selbst und damit den Frieden für den Einzelnen und die Gemeinschaft, einen Beitrag zu einer positiven Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.

Ihre Wirkung reicht dabei über den religiösen und internen Bereich ihrer Religionsgesellschaft hinaus.

In diesem Sinn gratuliere ich Ihnen herzlich zu ihrem Jubiläum.

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06. März 2008

Burma-Aktivitäten zum Frauentag

Gerne weisen wir darauf hin, daß das Austrian Burma Center anläßlich des diesjährigen Frauentages verschiedene Veranstaltungen zur Situation in Burma durchführt:

Am Samstag, 8. März findet von 11.00 bis 13.00 Uhr eine Kundgebung am Stock-im-Eisen-Platz mit dem burmesischen Mönch Ashin Sopaka statt.

Am Dienstag, 11. März zeigt das Top Kino um 19 Uhr den Film "Sacrifice - The Story of Child Prostitutes from Burma" und lädt anschließend zu einer Diskussion mit dem burmesischen Exilpolitiker Soe Aung.

Hier der Trailer zum Film:



Alle Details zu den Veranstaltungen gibt es auf der Homepage des Austrian Burma Center.
Link