04. Februar 2010

WIR sind die Wirtschaft: Achtsam leben - Sinnvoll handeln.


WIR sind die Wirtschaft, denn ihre Ausrichtung hängt im Wesentlichen davon ab, welchen Sinn WIR ihr verleihen und aus welchem Geist heraus WIR sie formen.
In vielen Bereichen hat sich die Wirtschaft von unseren wahren Bedürfnissen entkoppelt.
Kai Romhardt zeigt mit seinem Buch, wie wir von Wachstumsillusionen Abschied nehmen und zu einem rechten Maß finden können, wie wir uns aus unseren Ego-Fallen befreien und wieder ein gesundes Miteinander entwickeln, denn: Wirtschaft ist ein System, das WIR jeden Tag aufs neue selbst erschaffen.
Der Autor zeigt Wege auf zu mehr Achtsamkeit im Hinblick auf Arbeit, Konsum und den Umgang mit Finanzen und vermittelt, wie wir wahren materiellen Wohlstand schaffen können, ohne darüber unseren geistigen Wohlstand zu verspielen.
Vor allem ist es KEIN x-tes "theorie-wie-hätten-wir-und-wer-usw-krisen"-Buch,
UND es leitet zum Denken, Nachfühlen, Einsicht gewinnen, Anwenden.... ;
zeigt also konkrete Methoden, wie ich selbst SOFORT und mittel- und langfristig etwas Positives in MEINEM (u.A. wirtschaftlichem) Leben bewirken kann.
Dr. Kai Romhardt, *1967, studierte Wirtschaftswissenschaften in Hamburg und St. Gallen, Promotion in Genf, hatte einen Management-Bestseller geschrieben, danach Unternehmensberater bei McKinsey&Company, lebte und studierte in Summe zwei Jahre in Plum Village, dem internationalen Meditations- und Studienzentrum des Zen-Meisters Thich Nhat Hanh in Frankreich und ist Mitglied des internationalen Intersein-Ordens (Tiep Hien), arbeitet als Buchautor, Trainer, Coach, Unternehmensberater, Lehrbeauftragter und Meditationslehrer.
Seine Bücher und Seminare vermitteln praktische Methoden für ein bewussteres und achtsameres Leben. 2004 gründete er das Netzwerk Achtsame Wirtschaft, das die Potenziale buddhistischer Lehren auf die Wirtschaft überträgt und in praxisorientierten Seminaren vermittelt.
Mehr zum Buch und Links zu Leseprobe und VortragsAusschnitten: http://na-und.net/schriften
Aktuelle Veranstaltungen:

Achtsamkeitstage

... Februar 2010 (Freiburg i.B.)
13. Februar 2010 (Oldenburg)
24. April 2010 (Melk)
25. April 2010 (Wien)


Retreats
16. - 18. April 2010: "Mindfully dealing with money" - Business Retreat Ireland in Dublin
30. April / 1. Mai 2010: Business Retreat Schweiz im Haus Tao in Wolfhalden
2. - 5. August 2010: Wege in eine achtsame Wirtschaft - Einführungsretreat im European Institute for Applied Buddhism in Waldbröl
23./24. Oktober 2010: Business Retreat Österreich in Wien
6. - 9. Januar 2011: Business Retreat Deutschland in Berlin

Vorträge zur Bucherscheinung "Wir sind die Wirtschaft?
12. Februar 2010 (Oldenburg)
21. Februar 2010 (Berlin)
23. April 2010 (Melk)
26. April 2010 (Graz)

21. Juni 2010 (Hamburg)

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14. April 2009

Buddha, Marx und die Krise

Der nachfolgende Artikel der beiden Red Buddha-Gründer Heinz Vettermann und Michael Eisenriegler erschien in der Zeitschrift "Glocalist Magazine", Ausgabe 36, April 2009:

Die gegenwärtige Wirtschaftskrise hat ihre Ursachen im Wesen des Kapitalismus selbst, das hat sich mittlerweile schon herumgesprochen. Kein Wunder also, daß der alte Marx gerade seine x-te Rennaissance erlebt. Was aber hat Buddha dazu beizutragen? Eine Gruppe sozialdemokratischer Buddhistinnen und Buddhisten, die sich in der Wiener SPÖ zu "Red Buddha" zusammengeschlossen haben, bemüht sich um Antworten aus nicht ganz alltäglicher Perspektive.

Wer ist "schuld"?

Kaum hatte sich nach dem Untergang der "Lehman Brothers" im Herbst letzten Jahres der Staub etwas gelegt, ging die Suche nach den Schuldigen los, und die waren schnell gefunden: Es seien die von Gier getriebenen Manager von Banken und Fonds, denen wir den aktuellen Schlammassel zu verdanken hätten. Der Chef des renommierten deutschen "Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo)", Hans-Werner Sinn, ließ denn auch das dargebotene Fettnäpfchen nicht aus und verglich gleich mal die Schuldzuweisung an "die Juden" im Gefolge der Wirtschaftskrise von 1929 mit der Kritik an "den Managern" im Jahre 2008.
Als gelernter Marxist erkennt man natürlich sofort, daß die Verhältnisse so einfach nicht sind, weder in die eine noch in die andere Richtung:

Ein Manager ist einerseits ein Rädchen in einem Getriebe, in dem "Rendite" (oder, etwas verklärender, der "Shareholder Value") zur obersten Maxime des Handelns bestimmt wurden. Ein Manager, der sich diesem Anspruch auf "Gewinnmaximierung" (um auch diesen schon eher altertümelnden Begriff zu verwenden) nicht unterwirft hat seinen Beruf verfehlt und wird von seinem Chef oder seinem Aufsichtsrat gefeuert. Aber auch die Vorstände und Aufsichtsräte handeln natürlich nicht unabhängig, sie vollziehen wiederum nur den Willen ihrer Eigentümer, und das können ja, wie im Falle der mächtigen und reichen US-Amerikanischen Pensionsfonds, in letzter Konsequenz durchaus auch "kleine Leute" sein.

Auf der anderen Seite hat sich ein Manager natürlich seinen Beruf ausgesucht und hat im Normalfall auch keine tiefgreifenden ideologischen Probleme mit dem, was von ihm verlangt wird. Er treibt also, und ist gleichzeitig Getriebener.

Soweit also die, hier natürlich verkürzte Sichtweise auf das Geschehen. "Schuld" ist also nicht ein "gieriger Kapitalist" als prototypischer Bösewicht, sondern ein System, das zwar gewisse individuelle Schwankungsbreiten zulässt, aber trotzdem im Großen und Ganzen determiniert, wie Kapitalismus zu funktionieren hat.

Was aber hat Buddha damit zu tun?

Das Menschenbild des Kapitalismus baut darauf auf, dass das eigennützige Streben Einzelner auf wunderbare Weise zu einem Gesamtnutzen der Gesellschaft wird. Das impliziert also, daß "institutionalisierte Gier" gewissermaßen die Triebfeder des menschlichen wirtschaftlichen Handelns darstellt. An dieser Stelle setzen dann oft Wirtschaftsethiker an und fordern die Wirtschaftstreibenden auf, doch mehr "ethisch zu handeln", was ungefähr denselben Effekt hat, wie wenn man einem Fünfjährigen sagt, er soll den Pudding nicht so runterschlingen: Die Aufforderung "sei nicht so gierig" hat in der Menschheitsgeschichte noch nie jemanden beeindruckt.

Anders verhält es sich aber, wenn man den Menschen anstelle moralisierender Aufforderungen mit klaren und logischen Argumenten darlegt, warum Gier für sie selbst schlecht ist, und nichts anderes hat Buddha getan. In langen Abhandlungen widmete er sich der Funktion der "Drei Geistesgifte" Gier, Zorn und Unwissenheit für die menschliche Psyche und vor allem der Frage, warum gerade diese drei Emotionen Leid erzeugen und das Glück, das alle suchen, verhindern.

Was die Gier betrifft, so ist die einfache Antwort darauf, daß weder die Gier selbst, noch die Befriedigung der Gier glücklich machen, wie man selbst sehen kann, wenn man sich das Leben sehr reicher Menschen ansieht: sie sind meist immer noch damit beschäftigt, noch reicher zu werden und/oder das viele Spielzeug, das sie angehäuft haben, gegen Verlust oder Diebstahl zu verteidigen. Das Gefühl von "Glück" entsteht paradoxerweise oft erst dann, wenn sie sich entschließen, ihren Reichtum zu verschenken, wie etwa in der "Bill and Melinda Gates Foundation" oder dem "Open Society Institute" des George Soros. Buddha definierte daher auch "Freigiebigkeit" als erste der (je nach Zählweise) sechs oder zehn Paramitas, das sind jene Tugenden, die - in letzter Konsequenz - zur Befreiung führen.

Engagierter Buddhismus

Was bedeutet das aber nun auf gesellschaftlicher Ebene? Buddha hat einen Weg gelehrt, der das Individuum zur Befreiung führt. Er hat sich nur an sehr wenigen Stellen seiner 84.000 Lehrreden mit gesellschaftlichen Phänomenen befasst, am bekanntesten davon sind vielleicht die "Zehn Pflichten eines Königs", die als Ratschläge für "Good Governance" immer noch zeitlose Qualität besitzen. Die eigentliche Weiterentwicklung der Lehre Buddhas zu einer buddhistischen Soziallehre erfolgte aber erst in den letzten Jahren und entspricht vermutlich  - analog zur Verbreitung des Buddhismus im Westen - dem Bedürfnis westlicher Menschen nach Erklärungen für gesellschaftliche Vorgänge und Phänomene. Am bekanntesten ist wohl das "International Network of Engaged Buddhists", dessen prominenteste Vertreter der vietnamesischen Zen-Lehrer Thich Nhat Hanh und der Dalai Lama sind.

Die Theorie für diesen "Engagierten Buddhismus" liefern Autoren wie der US-Amerikanische Zen-Meister David Loy mit seinem Buch "The Great Awakening" oder die vielen in der Anthologie "Mindful Politics" zu Wort kommenden Autorinnen und Autoren, die unterschiedlichste Wege und Ansätze vertreten, um die Lehre Buddhas auch auf gesellschaftlicher Ebene wirksam werden zu lassen. Allen gemeinsam ist aber die Erkenntnis, daß persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Veränderung immer Hand in Hand gehen sollten. Und hier schließt sich der Kreis: Marx lehrte uns die Gesetzmäßigkeiten, nach denen der Kapitalismus funktioniert - und Buddha lehrt uns, warum die Geisteshaltungen, die diesen Gesetzmäßigkeiten zu Grunde liegen, sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene "unheilsam" sind und wie sie überwunden werden können.

Bei der Sichtweise, wie Ursache und Wirkung die Entwicklung bedingen und daher bedingtes Entstehen und ständige Veränderung stattfinden, ist der Buddhismus der Dialektik zumindest nahe und ein Dialog möglich, da ein konservatives Beharren auf "alles soll so bleiben wie es ist" bei beiden Denksystemen nicht vorkommt.

Ohne Verständnis und Einsicht in politische und persönliche Prozesse ist eine Reform und Beeinflussung der Gesellschaft nicht möglich und ohne soziale Empathie wird Politik kalt und technokratisch, oder wie wir BuddhistInnen sagen: Weisheit und Mitgefühl sind nicht zu trennen und sollen persönlich weiter  entwickelt werden.

Wir versuchen also die BuddhistInnen an ihre gesellschaftliche Verantwortung zu erinnern und in der Politik auf den notwendigen Wert der persönlichen Entwicklung zu dringen. Nur wenn Achtsamkeit gelebt wird, wird sie auch in nachhaltigen politischen Prozessen angewandt werden.

Nachdem wir nicht missionieren sind wir offen für alle Interessierten, auch für jene, die nicht SPÖ-Mitglied sind und/oder noch keine buddhistische Zuflucht genommen haben und natürlich für alle buddhistischen Traditionen.

Michael Eisenriegler, Vorsitzender von Red Buddha, einer Arbeitsgruppe der Bildungsorganisation der Wiener SPÖ.
Heinz Vettermann, Wiener Gemeinderat und Landtagsabgeordneter (SPÖ).

 
Literatur und Links:

"The Great Awakening - a Buddhist Social Theory" von David R. Loy, Wisdom Publications 2003

"Mindful Politics - A Buddhist Guide to Making the World a Better Place", von Melvin McLeod (Hrsg.), Wisdom Publications 2006

International Network of Enganged Buddhists (INEB): http://www.inebnetwork.org/web/

Engangierter Buddhismus: http://www.buddhanetz.org/





Creative Commons License
Buddha, Marx und die Krise von Heinz Vettermann und Michael Eisenriegler steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Österreich Lizenz.

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16. November 2008

anatta = "Nicht-Ich" (und Wiedergeburt)

Das Konzept des "Nicht-Ich" (anatta) ist ein zentraler und oft missverstandener Bestandteil buddhistischer Denkweise.
http://siddharthavienna.blogspot.com/2008/11/anatta-nicht-ich-und-wiedergeburt.html#links

Ajahn Buddhadasa: ANATTA¯ UND WIEDERGEBURT
Der vollständige Text ist als PDF les-, druck- und speicherbar unter http://www.kbconline.org/pdf/ajahnBuddhadasaAnattaWiedergeburt.pdf zu sehen.
Heute wollen wir erst über anatta - (Nicht-Selbst) und dann über Wiedergeburt sprechen. Wenn wir anatta - richtig verstanden haben, wird es leichter sein, .........

{Eine weitere, sehr tiefgreifende, Abhandlung über "anatta" findest du in
'Die Lehre des Buddho(sic!). Die Religion der Vernunft und der Meditation'
(schon 1917 von Georg Grimm geschrieben)!
Ich selbst habe in diesem Buch ein 3/4 Jahr jeden Abend zwischen 3-8 Seiten gelesen, bis ich es durch hatte. Bis jetzt das einzige Buch, in dem ich KEINEN logischen Widerspruch entdecken konnte!}

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18. August 2008

Vortrag und Seminar zum Thema "Buddhismus & Wirtschaft"

Es ist uns gelungen, kurzfristig und mit Unterstützung einiger engagierter Personen und Organisationen, einen hervorragenden Referenten, Unternehmensberater, Buchautor und Seminarleiter gewinnen zu können:

Dr. Kai Romhardt
"Was Selbständige, Führungskräfte und politisch Interessierte
vom Buddha lernen können"

Wege in eine Achtsame Wirtschaft - Achtsamkeit ins eigene Leben bringen

Einführungsvortrag und Seminar in Wien
am 5. und 6. September 2008



Freitag, den 5. September 2008, 19h:

Kostenloser Einführungsvortrag mit anschließendem Buffet


Samstag, den 6. September 2008 von 9h bis ca. 18h

Ganztagesseminar vertiefend zum Thema:

Erleichterungen für Ihr anspruchvolles Umfeld
Machen Sie persönliche Erfahrungen zur Umsetzung in Ihrem Alltag.

Persönlicher Mehrwert durch Praxisübungen
Bringen Sie Körper, Denken und Gefühle in Einklang.

Entspannung für die Sinne
Erleben Sie eine Einführung in Geh- und Sitzmeditation.

Wirksame Stressbewältigung für Körper und Geist
Lernen Sie pragmatische Übungen für Ihre Tiefenentspannung, Achtsames Essen, Austausch (tiefes Zuhören, achtsame Rede), Edles Schweigen.


Ihr konkreter Nutzen:
  • Sie bekommen Einblick in Methoden, mit denen Sie
  • in sich einen Ort der Stille und Klarheit etablieren, an dem Sie sich immer wieder aufs Neue erfrischen können
  • Ihre Konzentration und Achtsamkeit erhöhen
  • sich im Loslassen belastender und stressender Gedanken und Emotionen üben;
  • Schwierigkeiten mit größerer Gelassenheit begegnen können;
  • Ihre Fähigkeit im Zuhören verbessern
  • sich in einem turbulenten Umfeld immer wieder neu zentrieren
  • Konflikten die Nahrung entziehen und damit aktive Deeskalierung betreiben
  • wacher wahrnehmen,was in Ihnen und um Sie herum geschieht
  • Ihren Körper immer wieder aufs Neue entspannen und damit aktiv etwas für Ihre Gesundheit tun
  • unabhängiger von Ihrem Umfeld agieren, sich weniger reaktiv verhalten und weniger von externem Lob oder Tadel abhängen
Beide Veranstaltungen finden in den Räumlichkeiten des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien, VII., Mariahilfer Strasse 32, Stiege 1 (rechts), 1.Stock statt.

Für den Einführungsvortrag ersuchen wir um Anmeldung per E-Mail sowie um eine freie Spende (Dana).

Für das Seminar ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich, der Teilnahmebeitrag beträgt EUR 150,- (Ermäßigungen auf Anfrage). Wir ersuchen vorab um Überweisung des Teilnahmebetrages auf das Konto 00697166015, BLZ 12000, Bank Austria, Zahlungszweck: "Wiener Bildung - Red Buddha" (bitte unbedingt angeben!).


Organisatorisches:

Der Vortrag am Freitag den 5.9.2008 beginnt um 19:00 c.t.
Anschließend lädt Sie der Wirtschaftsverband zu einem Buffet ein.

Tagesseminar am Samstag den 6.9.2008:

Damit wir gemeinsam beginnen können, werden alle Teilnehmer gebeten bis 08:30 Uhr einzutreffen. (Beginn 09:00 Uhr)

Das Seminar endet am 6.9.2008 um ca. 18:00 Uhr.

Das Mittagessen wird in einem nahegelegenem Restaurant eingenommen.

Bitte bequeme Kleidung und Schuhe(!) wählen und eine dicke Decke oder ein Meditationskissen mitbringen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen per Mail sowie telefonisch unter 0664 411 64 72 oder 0676 34 60 606 zur Verfügung.

Alle Informationen zur Veranstaltung können Sie auch diesem Flyer (.PDF-Dokument) entnehmen!

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13. April 2008

Buddhismus, eine Religion für Selbstdenker

Neulich stolperte ich über nachfolgende Presseaussendung, die an Obskurität kaum zu überbieten ist. Weitere Links zu diesem Thema habe ich auf del.icio.us gesammelt. Falls jemand weiß, was es damit auf sich hat, so bin ich für sachdienliche Hinweise als Kommentare zu diesem Posting dankbar. Ich halte es jedenfalls für ziemlich unwahrscheinlich, daß alle im Text genannten Meister eine solche Reinkarnation als "buddhistischen Papst" anerkennen, noch dazu, wenn der seine Schüler angeblich in zwei Stunden zur Erleuchtung bringen soll. Es klingt eigentlich nach einer klassischen Hoax oder zumindest nach einer unorthodoxen Werbeaktion für die Bücher und Kunstwerke dieses Meisters...


Meister Wan Ko Yee als die wahre Inkarnation von S. H. Dorje Chang Buddha III erkannt

WASHINGTON, April 11 /PRNewswire/ --

Die International Buddhism Sangha Association veröffentlichte die folgende Mitteilung:

Im Rahmen einer besonderen Zeremonie, die am 3. April in der US-amerikanischen Kongressbibliothek abgehalten wurde, präsentierte die International Buddhism Sangha Association (IBSA) dem amerikanischen Volk das neu veröffentlichte buddhistische Buch mit dem Titel "H.H. Dorje Chang Buddha III."

(...)

Dr. Judy S. Lu, die Direktorin der Asienabteilung der Kongressbibliothek, nahm das Buch von der ehrwürdigen Dharmalehrerin Long Hui, der Präsidentin der IBSA (International Bible Students Association), entgegen. Der ehrwürdigen Long Hui zufolge verkündet die Veröffentlichung dieses kostbaren Buchs "H.H. Dorje Chang Buddha III" der ganzen Welt die Nachricht, dass sich ein wahrer Buddha in die Welt begeben hat. Dieser wiedergeborene Buddha ist Dorje Chang Buddha (auch als Buddha Vajradhara bekannt), den Überlieferungslinien aller buddhistischen Glaubensrichtungen zufolge der ursprüngliche und höchste Buddha. Der vollständige Name dieses Buddhas ist Seine Heiligkeit Dorje Chang Buddha III., der heiligste Tathagata Wan Ko Yeshe Norbu. Mehr als fünfzig der hochrangigsten Dharmakönige, Rinpoches und andere Personen von heiliger Tugend haben Seine Heiligkeit als die wahre Inkarnation von Dorje Chang Buddha anerkannt oder ihm gratuliert. Diese Anerkennungen erfolgten unter Einhaltung der überlieferten Rituale des Buddhismus, denen die Erkennung einer solchen Identität unterliegt. Keine andere Person in der Geschichte hat so viele Anerkennungen von so vielen hochrangigen Personen erhalten.

Die Veröffentlichung dieses Buchs offenbart, dass S. H. Meister Wan Ko Yee, der derzeit in den USA lebt, S. H. Dorje Chang Buddha III., der heiligste Tathagata Wan Ko Yeshe Norbu ist. Menschen in aller Welt kennen S. H. Meister Wan Ko Yee als einen buddhistischen Meister von vollkommener Kompetenz in exoterischem und esoterischem Buddhismus, der perfekte Meisterschaft über die fünf Vidyas erlangt hat. Bevor Seine Heiligkeit gemäss den Ritualen des Buddhismus als die Inkarnation des Dorje Chang Buddhas erkannt wurde, nannten Buddhisten ihn wegen seiner gewaltigen Talente einen grossen Dharmakönig. Sie hatten zu der Zeit niemals geahnt, dass Seine Heiligkeit die wahre Inkarnation eines Buddhas in dieser Welt ist. Der Status seiner Heiligkeit war bereits zuvor in das Kongressprotokoll eingetragen worden.

S. H. Meister Wan Ko Yee hat seit mehreren Jahrzehnten Menschen gelehrt und gefördert. In der Vergangenheit bezeichnete Seine Heiligkeit sich selbst mit den Namen "namenloser Praktizierender", "gewöhnlicher Kultivierer" und "Diener der lebenden Wesen". Seine Heiligkeit hat sich selbst niemals als Buddha bezeichnet. Seine Heiligkeit hat sich entschieden gegen diese so genannten "eminenten Kleriker und grossartig Tugendhaften" gewandt, die behauptet haben, sie hätten Erkenntnis erlangt, obwohl dies nicht der Fall war. Noch strenger nahm Seine Heiligkeit die Schüler ins Gericht, die gewöhnliche Menschen sind, sich aber als Heilige ausgegeben haben. Grossartige karmische Anlagen, die zum Wohl aller lebenden Wesen wirken, sind nun im Buddhismus herangereift. Im Einklang mit diesen karmischen Bedingungen haben heilige und tugendhafte Dharmakönige, regierende Dharmakönige und grosse Rinpoches verschiedener buddhistischer Glaubensrichtungen die wahre Identität Seiner Heiligkeit verkündet.

Die Zeremonie der Buchübergabe fand auf Bitte des verstorbenen Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses Tom Lantos im Mitgliedssaal der Kongressbibliothek statt, der sonst Kongressabgeordneten vorbehalten ist.

Die Zeremonie wurde von der Kongressbibliothek und der International Buddhism Sangha Association ausgerichtet. Zu den geehrten Teilnehmern gehörten Kongressabgeordnete wie die republikanische Kongressabgeordnete Hon. Ileana Ros-Lehtinen, eine ranghohe Angehörige des aussenpolitischen Senatsausschusses, Botschafter von den Vereinten Nationen, Botschafter des diplomatischen Korps Nord-, Mittel- und Südamerikas sowie der Protokollchef der Organisation der amerikanischen Staaten. Ausserdem anwesend waren Dharmakönige, Rinpoches und Dharmalehrer aus aller Welt von einer breiten Vielfalt buddhistischer Glaubensrichtungen, darunter die Schulen Sakya, Nyingma, Geluk, Kagyu, Kadampa, Jonang, Chod, exoterischer Buddhismus, Zen und Reines Land.

S. H. Dorje Chang Buddha III nahm an dieser Grosszeremonie nicht teil. Seine Eminenz Denma Tsemang, der grosse Dedengba II Longzhi Tanpe Nyima Rinoche, der für die Organisation von Audienzen mit S. H. Dorje Chang Buddha III, zuständig ist, sagte, dass Seine Heiligkeit sich zurückgezogen habe, um für Weltfrieden und die Sicherheit und das Wohlergehen aller lebenden Wesen zu beten. Deshalb konnte Seine Heiligkeit nicht bei der Zeremonie zugegen sein.

Berühmte Inkarnationen äusserst heiliger Buddhas und Bodhisattvas, die alle höchste Positionen im heutigen Buddhismus bekleiden, haben S. H. Wan Ko Yeshe Norbu, den heiligsten Tathagata, als die wahre Inkarnation von Dorje Chang Buddha, dem ursprünglichen Sambhogakaya-Buddha, anerkannt oder ihm zu seiner Erkennung gratuliert. Zu den Grössen, die Anerkennungen oder Gratulationen übermittelten, gehörten S. H. Dharmakönig Sakya Trizin, der oberste Führer der Sakya-Schule, S. H. Dharmakönig Dodrupchen IV, der alleinige Halter des Longchen Nying-thik-Dharmas, S. H. Dharmakönig Penor, der dritte Mensch, der die Position des obersten Dharmakönigs der Nyingma-Schule erlangt hat, S. H. der allwissende Dharmakönig Jamyang Lungdok Gyaltsen der Nyingma-Schule; S. H. Dharmakönig Jigme Dorje, der oberste Führer der Jonang-Schule, S. H. Dharmakönig Taklung Tsetrul von der Überlieferungslinie des Nördlichen Schatzes innerhalb der Nyingma-Schule, S. E. Dharmakönig Trulshik, ein persönlicher Meister S. H. des Dalai Lama, S. H. Dharmakönig Jigdal Dagchen von der Sakya-Schule, S. E. Dharmakönig Tsharpa von der Sakya-Schule, der ebenfalls ein persönlicher Meister des Dalai Lama war, S. E. Regent Dharmakönig Shamarpa von der Kagyu-Schule, S. E. Goshir Gyaltsab Rinpoche von der Kagyu-Schule, ein regierender Dharmakönig und nationaler Meister, S. E. Dharmakönig Ngagwang Pedma Namgyal Palzangpo von der Jonang-Schule, S. E. Dharmakönig Xiazhu Qiuyang von der Geluk-Schule, S. E. Dharmakönig Rabjam von den Shechen-Klöstern, S. E. Dzogchen Dharmakönig der Dzogchen-Klöster, S. E. Dharmakönig Renzeng Nima, der Meister von Nian Long Rinpoche und Dakini Dari Lamao, S. E. Urgyen Xirao Woxiu, die Inkarnation von Urgyen Lingpa, einem grossen Dedengba, der ehrwürdige Yundeng Jiangcuo Rinpoche, die Inkarnation des Patriarchen Milarepa, S. E. Khenchen Rinpoche vom Mindrolling-Kloster, I. E. Khandro Rinpoche, die Inkarnation der Heiligen Mutter Yeshe Tsogyal, S. E. Ganor Rinpoche; S. E. Dharmakönig Renqing Rongbo Barongbo, ein osttibetischer Dharmakönig, S. E. Dharmakönig und Krone des Grünen Juwels Karmapa, S. E. Tangtong Gyalpo Rinpoche, eine Berühmtheit von grosser Heiligkeit und Tugend in tibetischem esoterischem Buddhismus, das Qinghai-Kumbum-Kloster, welches das Kloster von Meister Tsongkhapa war, das Mindrolling-Kloster der Nyingma-Schule und viele andere. Alle dieser höchsten Dharmakönige, Rinpoches und Klöster verschiedener buddhistischer Glaubensrichtungen haben S. H. Meister Wan Ko Yee als wahre Inkarnation des Dorje Chang Buddha, als S. H. Dorje Chang Buddha III anerkannt oder ihm zu seiner Stufe von Erkenntnis und Verwirklichung, die noch niemals zuvor in der Geschichte erlangt wurde, gratuliert.

Während seiner Ansprache bot S. E. Denma Tsemang II Longzhi Tanpe Nyima Rinpoche dem kostbaren Buch S. H. Dorje Chang Buddha III seidene Schals dar. Im Wesentlichen saget er das Folgende in einem Teil seiner Rede: Der Gründer des Buddhismus in unserer irdischen Welt ist Sakyamuni Buddha. Dorje Chang Buddha ist der erste Sambhogakaya-Buddha des Universums mit Form und der oberste Führer des Buddhismus im Universum. Amitabha Buddha, der den Menschen bekannt ist, war ein Jünger des Dorje Chang Buddhas. Dorje Chang Buddha verwandelte sich auch in Dipamkara Buddha, welcher Sakyamuni Buddha im Buddha-Dharma unterwies. Deshalb wird Dorje Chang Buddha der ursprüngliche Sambhogakaya-Buddha des Universums genannt. Würde Dorje Chang Buddha nicht im Universum existieren, gäbe es kein Buddha-Dharma, keine Buddhas und natürlich auch keinen Buddhismus oder Schüler des Buddhismus. Damit ist S. H. Dorje Chang Buddha III naturgemäss der oberste Führer des Buddhismus. Das Buch S. H. Dorje Chang Buddha III ist das vollständigste und grossartigste buddhistische Buch in der bekannten Geschichte der Erde.

Meisterin Long Hui von der International Buddhism Sangha Association sagte in ihrer Rede: Da S. H. Dorje Chang Buddha III Wan Ko Yeshe Norbu die wahre Inkarnation des ursprünglichen Buddhas ist, ist die Weisheit von S. H. Dorje Chang Buddha III höher als die jedes anderen Buddhas. Seine Heiligkeit hat im Buddhismus den gleichen Status wie der Papst im Katholizismus. Die Errungenschaften Seiner Heiligkeit im Dharma sind höher als die aller anderen im Universum. Deshalb sind die Errungenschaften, die Seine Heiligkeit in der Welt manifestiert, einzigartig. Das Buch zeichnet zahlreiche grossartige Errungenschaften von S. H. Dorje Chang Buddha III in Wort und Bild auf. Diese Errungenschaften sind von unwiderlegbaren Tatsachen untermauert. Der Inhalt des Buchs wird zum Wohle unzähliger lebender Wesen wirken. Weil die Erleuchtungsstufe von S. H. Dorje Chang Buddha III höher ist, als die jeden anderen Buddhas, ist Seine Heiligkeit in der Lage, ein Buddha-Dharma zu vermitteln, mit dem ein Schüler, der es empfängt, innerhalb von zwei Stunden die Erleuchtung und Befreiung erlangen kann. Es ist die schnellste Buddha-Dharma-Praxis, bei der ein Schüler ein Buddha-Land nach Belieben betreten und verlassen kann.

Die Buddhisten von heiliger Tugend, die das Glück hatten, an der Buchpräsentation teilzunehmen, waren erstaunt und bewegt, als sie erfuhren, dass sich dieser Buddha in die Welt begeben hat.

Distributed by PR Newswire on behalf of International Buddhism Sangha Association

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10. Jänner 2008

Das gefälschte Sutra

Im Internet kursiert seit Langem eine angebliche Buddha-Lehrrede, die mit den Worten "Der Sohn des Kesa aus Kalamo (...)" beginnt und mit der Quellenangabe "Anguttara Nikaya I, 174" endet. Leider haben auch wir für unseren Red Buddha Flyer nicht ausreichend recherchiert und diesen Text übernommen. Es wird nicht wieder vorkommen.

Aber nochmals von vorne:

Die Geschichte beginnt damit, daß das erste Buch der Lehrreden-Sammlung "Anguttara Nikaya" (die "Angereihte Sammlung" aus dem "Sutta Pitaka", dem "Korb der Lehrsätze" des Pali-Kanon) - je nach Zählung - entweder 20 oder 37 Abschnitte hat, aber jedenfalls keine 174. Im ersten Buch des Anguttara Nikaya findet sich auch an anderer Stelle keine Lehrrede, die auch nur eine entfernte Ähnlichkeit mit der gesuchten Stelle hat.

Wenn man etwas tiefer gräbt, wird man allerdings bald fündig:

Im Anguttara Nikaya III, 66 findet man zwar noch immer keinen "Sohn des Kesa aus Kalamo", aber immerhin die "Kalamer aus Kesaputta", die mit dem Buddha eine bemerkenswerte Unterhaltung führen. Dieses Sutra wird nämlich oft als Beleg zitiert, daß der Buddhismus eine Weltanschauung ist, die die Eigenverantwortlichkeit betont und Autoritätshörigkeit ablehnt. Die gefälschte Version geht allerdings noch weiter, indem sie diesen Text verballhornt und zum Teil sogar in sein Gegenteil verkehrt.

Hier die entscheidenden Passagen in beiden Versionen:

Die gefälschte Version:
«Glaube nichts auf bloßes Hörensagen hin; glaube nicht an Überlieferungen, weil sie alt und durch viele Generationen bis auf uns gekommen sind; glaube nichts auf Grund von Gerüchten, oder weil die Leute viel davon reden; glaube nicht, bloß weil man dir das geschriebene Zeugnis irgend eines alten Weisen vorlegt; glaube nie etwas, weil Mutmaßungen dafür sprechen oder weil langjährige Gewohnheit dich verleitet, es für wahr zu halten; glaube nichts auf die bloße Autorität deiner Lehrer und Geistlichen hin.
Was nach eigener Erfahrung und Untersuchung mit deiner Vernunft übereinstimmt und zu deinem eigenen Wohle und Heile wie zu dem aller anderen Wesen dient, das nimm als Wahrheit an und lebe danach.»

(Diesfalls gefunden auf der Website http://www.here-now4u.de/wilber.htm)

Die "seriöse" Übersetzung:
«Geht, Kalamer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters! Wenn ihr aber, Kalamer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden', dann o Kalamer, möget ihr sie aufgeben.
(...)
Wenn ihr aber, Kalamer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von den Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl', dann, o Kalamer, möget ihr sie euch zu eigen machen.»

(Übersetzung von Nyanatiloka, entnommen der Website http://www.palikanon.com/angutt/a03_062-066.html#a_iii66)

Es fällt auf, daß der gefälschte Text offensichtlich für westliche Leser "entschärft" wurde. Der Grundtenor ist zwar nicht ganz falsch, jedoch nimmt das Original ausdrücklich Bezug darauf, ob die Dinge "von den Verständigen gepriesen" oder "getadelt" werden. Statt "Verständiger" könnte man hier wohl auch "Lehrer" oder "Weiser" einsetzen. Es kommt also nicht ausschließlich auf das eigene Urteil an sondern auch darauf, was ein "Verständiger" dazu meint. Der Unterschied ist wichtig, denn im Buddhismus spielt der Lehrer eine wesentliche Rolle. Er kann und soll einem zwar die Arbeit an der eigenen Entwicklung (oder auch die Beurteilung, ob etwas "heilsam" oder "unheilsam" ist) nicht abnehmen, aber er kann dabei helfen. Und genauso ist diese Passage wohl gemeint.

Ein interessanter Nebenaspekt ist auch, daß die gefälschte Version ausdrücklich Bezug auf das eigene "Wohl und Heil" nimmt, was im buddhistischen Kontext zwar nicht ganz falsch ist, aber als Hinzufügung zum Text anscheinend auch den Zweck verfolgt, ihn zu entschärfen oder für unbedarfte Leser "besser verdaulich" zu machen.

Wer diese Fälschung erstellt hat und vor allem, warum er oder sie das tat, konnte ich noch nicht eruieren. Es scheint sich aber um eine rein deutschsprachige Version zu handeln. Einen bloßer Übersetzungsfehler halte ich für ausgeschlossen, denn solche Weglassungen und Hinzufügungen passieren nicht zufällig. Außerdem deutet die komplett falsche Quellenangabe auf Absicht hin.

Abschließend noch ein Hinweis: Hier findet man eine ausführliche Diskussion des Sutras durch Bhikkhu Bodhi und insbesondere auch des Kontexts, in dem Buddha die Aussagen getätigt hat. Eine weitere Schwachstelle der Fälschung besteht nämlich darin, daß das Original bis zur Unkenntlichkeit gekürzt wurde. Es ist tatsächlich nicht unerheblich, in welchem Kontext ein Buddha-Zitat steht, wer die Frage gestellt hat und worauf sich die Antwort eigentlich bezog. Sonst hat die Antwort nämlich nicht mehr Wert als "42"... :-)

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17. Oktober 2007

Buddhismus in Österreich

Freudig erstaunt hat mich die Ausführlichkeit des Wikipedia Eintrages "Buddhismus in Österreich".

Durchaus interessant, auch für schon "Wissende" :-)

Herzliche Grüße!

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10. Oktober 2007

Um was geht´s denn eigentlich?

Unter http://www.dhamma-dana.de/einfach/buecher.htm fand ich u.a. dazu den Vortrag von Ayya Khema als "Dhamma-Gabe"
Vielleicht werdet Ihr ja dort auch fündig!
In diesem Sinn, alles Liebe, Gute und Heilsame für Euch!
Mögen alle Wesen glücklich sein.

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23. September 2007

Red Buddha Buddhismus-Einführungszyklus II: Theravada-Buddhismus

In diesem Herbst veranstaltet Red Buddha erstmals einen fünfteiligen Buddhismus-Einführungszyklus, zu dem wir recht herzlich einladen! Wir werden uns bemühen, im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe möglichst alle Fragen zu beantworten, die sich Buddhismus-Interessierten üblicherweise stellen. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist es uns, daß prominente Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen buddhistischen Traditionen ihre Schulen selbst vorstellen. Zum Abschluß findet dann eine Exkursion statt, bei der wir die wichtigsten buddhistischen Orte Wiens besuchen werden.


Red Buddha Buddhismus-Einführungszyklus II: Theravada-Buddhismus

am Mittwoch, 3. Oktober 2007
um 19 Uhr
im Wiener SPÖ Bildungszentrum, II., Praterstraße 25

Referentin: Ursula Lyon

Im zweiten Teil wird Ursula Lyon die älteste noch erhaltene buddhistische Tradition, den Theravada-Buddhismus vorstellen. Der Theravada-Buddhismus ist vor allem in Südasien (Sri Lanka, Thailand, Burma,...) verbreitet und bildet sowohl das theoretische als auch das praktische Fundament für alle anderen Traditionen und Schulen.

Wir freuen uns, wenn Du diese Einladung an interessierte Freunde und Bekannte weiterschickst! Der Eintritt ist frei und für alle Interessierten offen!

Um Anmeldung unter wien_bildung@spoe.at wird dringend gebeten!

Die weiteren Termine im Überblick:
Di, 23.10., 19 Uhr: Mahayana- und Zen-Buddhismus (Marina Jahn)
Mo, 12.11., 19 Uhr: Tibetischer Buddhismus (Wolfgang Url)
So, 02.12., 14 Uhr: Exkursion "Buddhismus in Wien"

Weitere Infos finden sich auf der Website der Wiener SPÖ Bildung. Alle Red Buddha Veranstaltungen sind hier gelistet.

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07. September 2007

Red Buddha Buddhismus-Einführungszyklus ab 13.9.

In diesem Herbst veranstaltet Red Buddha erstmals einen fünfteiligen Buddhismus-Einführungszyklus, zu dem wir recht herzlich einladen! Wir werden uns bemühen, im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe möglichst alle Fragen zu beantworten, die sich Buddhismus-Interessierten üblicherweise stellen. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist es uns, daß prominente Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen buddhistischen Traditionen ihre Schulen selbst vorstellen. Zum Abschluß findet dann eine Exkursion statt, bei der wir die wichtigsten buddhistischen Orte Wiens besuchen werden.


Red Buddha Buddhismus-Einführungszyklus I: Intro

am Donnerstag, 13. September 2007
um 19 Uhr
im Wiener SPÖ Bildungszentrum, II., Praterstraße 25

Referenten: GR Heinz Vettermann und Michael Eisenriegler (Vorsitzender von Red Buddha)

Im ersten Teil werden wir das Leben Buddhas und die Entstehung des Buddhismus darstellen, wir werden versuchen, oft gestellte Fragen zum Buddhismus zu beantworten und wir werden die Tätigkeit der Arbeitsgruppe Red Buddha präsentieren.

Wir freuen uns, wenn Du diese Einladung an interessierte Freunde und Bekannte weiterschickst! Der Eintritt ist frei und für alle Interessierten offen!

Um Anmeldung unter wien_bildung@spoe.at wird dringend gebeten!

Die weiteren Termine im Überblick:
Mi, 03.10., 19 Uhr: Theravada-Buddhismus (Ursula Lyon)
Di, 23.10., 19 Uhr: Mahayana- und Zen-Buddhismus (Marina Jahn)
Mo, 12.11., 19 Uhr: Tibetischer Buddhismus (Wolfgang Url)
So, 02.12., 14 Uhr: Exkursion "Buddhismus in Wien"

Weitere Infos finden sich auf der Website der Wiener SPÖ Bildung. Alle Red Buddha Veranstaltungen sind hier gelistet.

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04. September 2007

EinführungsbuchBuddhismus tiefgründig und exakt

Wer es WIRKLICH GENAU wissen will:
Die Lehre des Buddho. Die Religion der Vernunft und der Meditation
schon 1917 von Georg Grimm geschrieben!
Ich selbst habe ein 3/4 Jahr abends 3-8 Seiten davon gelesen, mehr schaffte ich kaum. Das einzige Buch, in dem ich KEINEN logischen Widerspruch entdecken konnte! Sehr tiefgründig und exakt.
Klappentext: Bei der fast unüberschaubar gewordenen Fülle an buddhistischer Literatur, die heute den Büchermarkt geradezu überschwemmt, ist dieses Buch des bekannten Buddhismus-Forschers Georg Grimm ein das ganze Lehrgebäude des Frühbuddhismus umfassendes Werk, eine Fundgrube sowohl für den nach sachkundiger Information suchenden Leser, als auch für denjenigen, der die praktische Konsequenz aus dem frühbuddhistischen Pfad ziehen möchte. Die Lehre des Buddho, das Hauptwerk Georg Grimms, erschien bereits zu Lebzeiten des Autors in 14 Auflagen. Ein Werk, das den ganzen Menschen zu erfüllen vermag, indem Kopf und Herz gleichermaßen angesprochen und gefordert werden.
EUR 9,80. Gebundene Ausgabe: 528 Seiten Verlag: J. Kamphausen Verlag; Auflage: 20. unveränd. Aufl. (1988)
ISBN-10: 3591082562 ISBN-13: 978-3591082563

noch eines:
Der Buddhaweg für dich
Georg Grimm [3-927837-63-6] EUR 4,-

Hinweis auf einen früheren BlogEintrag im Archiv (Juli 2007):
Jack Kornfield, "Das Tor des Erwachens - Wie Erleuchtung das tägliche Leben verändert"

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Einführung Buddhismus 2 Links

Zwei interessante Links dazu (nicht nur für teens und kids):
http://www.buddhakids.de
http://buddhateens.com
Viel Spaß beim Schmökern!

PS:
Gute Buchauswahl und Beratung z.B. bei
Octopus
Bücher fürs Leben Meditatives & Exklusives
Seit 1972 Fachbuchhandlung für Buddhismus und Grenzgebiete.
Mo-Fr 10-19, Sa 10-17 Uhr.
Wien 1., Fleischmarkt 16 im Hof.

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Einführungsbuch 1

Die vier edlen Wahrheiten des Buddha. Einführung in den Buddhismus von Frank Zechner

u.A. auch sehr klarer Vergleich zwischen den verschiedenen buddhistischen Schulen!
Das Buch führt beginnend mit dem historischen Buddha und der zur Zeit seiner Geburt herrschenden politischen Struktur über viele Details aus den Reden des Buddhas zu seiner Kernlehre, den vier edlen Wahrheiten. Die bis vor hundert Jahren noch eher unbekannten und auch heute noch für mystisch gehaltenen Lehren werden von Frank Zechner für unseren Kulturkreis im Westen in einer verständlichen Sprache dargelegt. Für "Einsteiger", aber auch fortgeschrittene Leser eine Bereicherung der Sicht.
# Broschiert: 40 Seiten # Verlag: OCTOPUS Verlag Wien; Auflage: 2., Aufl. (Dez. 2005)
# ISBN-10: 3900290008 # ISBN-13: 978-3900290009

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02. September 2007

Buddha und die Anarchisten

Selbst so profane Veranstaltungen wie das Volksstimmefest bergen den Keim für politisch-buddhistische Inspiration - so geschehen heute am Stand des Anarchia-Versands dessen Bücherangebot den originellen sozial-anarchistischen Denker Gustav Landauer seit langem wieder einmal in mein Alltagsbewusstsein beförderte.

Zu Hause angekommen vertiefte ich mich in den Wikipedia-Artikel über Gustav Landauer und stellte zu meinem Erstaunen fest, daß Landauer in seinen frühen Tagen (1895!) lobende Worte über Buddha fand:

"Vor allem die monotheistischen Religionen (Christentum, Judentum, Islam) lehnte Landauer mit der Begründung ab, dass er jede Offenbarung leugne. Dies zeigte auch ein Text des Jahres 1895 in der Artikelserie "Zur Entwicklungsgeschichte des Individuums", wo sich Landauer vor allem für Buddha ausspricht. Seine Hochachtung für Buddha begründet er damit, dass dieser Argumente für seine Behauptungen liefere, während alle anderen Religionsstifter dies nicht täten. Unter dem mystisch-symbolischen Gewand der Lehre von der Seelenwanderung glaubt er (Buddha) den tiefen "Kern der Wahrheit" entdeckt zu haben und nun ohne dieses Gewand die Wahrheit formulieren zu können."


Es wäre interessant, die zitierte Artikelserie im Original zu lesen, leider findet sich dazu weder im Wikipedia-Artikel noch auf der offiziellen(?!?) Gustav-Landauer-Homepage irgendeine brauchbare Information.

Sachdienliche Hinweise werden gerne entgegengenommen!

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08. Juli 2007

JEDER. Jeder "Heilige" hat eine Vergangenheit, jeder "Sünder" eine Zukunft.


BuchTip:
Jack Kornfield, "Das Tor des Erwachens - Wie Erleuchtung das tägliche Leben verändert"
bei Octopus Bücher fürs Leben Meditatives & Exklusives Seit 1972 die Fachbuchhandlung für Buddhismus und Grenzgebiete.
A-1010 Wien, Fleischmarkt 16 im Hof, geöffnet Mo - Fr 10-19, Sa 10-17 Uhr.
ISBN 3-466-34438-7 oder kartoniert Ullstein ISBN-10: 3548741916 ISBN-13: 9783548741918 ? 11,30
Erleuchtung ist kein Ruhestand! Kann Erleuchtung jedem widerfahren? Oder zeigt sie sich nur Auserwählten - ganz oben auf dem Berg, weitab von aller Welt? Mitnichten! Das neue Buch von Jack Kornfield lässt uns teilhaben an Erfahrungen und Einsichten von Lehrern und Schülern buddhistischer, christlicher, jüdischer oder hinduistischer Herkunft sowie der Sufi-Tradition. Es verknüpft auf einmalige persönliche und zutiefst ehrliche Weise Zeugnisse moderner Spiritualität zu Lektionen, wie das achtsame Herz weise wird. »Es gibt die Erleuchtung«, versichert uns Jack Kornfield. »Grenzenlose Freude und Freiheit, Einheit mit dem Göttlichen ... diese Erfahrungen treten häufiger auf, als man denkt, und sie liegen ganz nah.« Aber selbst nach dem Erreichen solchen Erkenntnisglücks, nach der Erleuchtung, wartet wieder der Alltag - doch nun mit der Aufgabe, die erkannte Freiheit in die Tat umzusetzen. Denn Erleuchtung ist kein Ruhestand!

KONTRÄRe Meinung dazu:
Ein Aufruf zur Mittelmäßigkeit!
von Susan Bridle
(?Plateau-Spiritualität?)

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